Sobald der Frühling mit seinen wärmeren Temperaturen naht, stecken kleine, bunte Blumen mit als Erste ihr Köpfchen aus der noch kalten Erde heraus: die Krokusse. Wie aus dem Nichts sprießen sie auf einmal überall. Mehr als 90 Arten, in den verschiedensten Farben, erfreuen unser Auge bis in den Herbst hinein.
Herbstkrokusse - ganz besondere Arten
Krokusse sind als erste Blumengrüße des Frühlings bekannt. Nur wenige wissen, dass Krokusse auch im Spätsommer und Herbst blühen. Die bekannteste Herbstart ist der Pracht-Krokus. Er blüht meist violett, es gibt ihn aber auch weiß und himmelblau mit dunklen Blattadern. Eine weitere bekannte Herbstart ist der Goldkrokus, der aus Kleinasien stammt. Wie der Name schon vermuten lässt, erstrahlt er gelb und ist damit die einzige gelbe Zwiebelknolle, die im Spätsommer und Herbst blüht. Der hell violette Safran-Krokus ist die dritte bekannte Sorte der Herbstkrokusse. Aus dieser Art wird auch das teure gelbe Safran Gewürz gewonnen. Herbstkrokusse werden ab August gepflanzt. Sie benötigen für die Bildung der Blüten nur wenige Wochen. In Kombination mit Gehölzen, die im Herbst ihr Laub dekorativ verfärben, sehen Herbstkrokusse besonders reizvoll aus. Damit die kleinen Herbstkrokusse zudem ihre ganze Farbwirkung entfalten, werden sie am besten in Gruppen gepflanzt.
Frühlingskrokusse - das Erwachen der Natur
Wie kleine Blütenkissen bereiten sich im Frühling die Krokusse auf grüne Rasenflächen aus. Ihr Anblick erfreut unser Auge und unser Herz gleichermaßen. Nach dem langen Winter wecken sie in uns die Sehnsucht und Vorfreude auf warme und sonnige Tage. Eine besonders robuste und früh blühende Krokusart ist der Elfen-Krokus. Diese Frühlingskrokusse breiten sich von selbst aus und eignen sich daher besonders gut zum Verwildern. Diese Sorte ist recht winterhart und schon nach 3 bis 4 Jahren hat sich ein bunter Teppich entwickelt. Wenn es schneller gehen soll, können die Krokusse im März nach der Blüte geteilt werden.
Mit Krokussen lassen sich im kurz geschnittenen Rasen auch Bilder gestalten. Vor dem Bepflanzen lässt sich mit etwas Sand die gewünschte Form ganz einfach markieren. Nicht nur Menschen, auch Bienen schätzen die kleinen Blüten der Frühlingskrokusse. So tragen Frühlingskrokusse ganz nebenbei zum Erhalt der für uns so wichtigen Bienenpopulation bei.
Krokuszwiebeln richtig pflanzen
Neue Krokuszwiebeln werden Ende September ausgepflanzt. Im Herbst blühende Sorten kommen schon einen Monat früher in die Erde. Die Pflanztiefe beträgt je nach Sorte 5 bis 10 cm. Der Pflanzabstand ist mit 2 cm völlig ausreichend. Die Krokusse können einzeln, in Reihen oder auch in Gruppen gepflanzt werden. Beachten Sie jedoch, dass einzeln stehende Krokusse später farblich nicht so ins Auge fallen. Krokusse mögen keine Staunässe und bevorzugen daher einen lockeren und durchlässigen Boden. Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal. Ansonsten sind Krokusse recht anspruchslos und deshalb auch bei Gärtnern sehr beliebt. Lediglich im Frühjahr, wenn die ersten Blätter austreiben, brauchen sie für das weitere Wachstum etwas Dünger. Nach der Blüte sollten Sie die Blätter unbedingt noch stehen lassen, weil diese jetzt die Kraft für die bevorstehende Ruhezeit sammeln. Die Krokusse sind winterhart. Wenn Sie keinen eigenen Garten besitzen, können Sie die Krokusse nach Drinnen holen. In einer hübschen Pflanzschale auf der Fensterbank bringen sie ihn den Frühling daheim.
Alle Krokusse sind wunderschön, egal ob gelb, lila oder blau. Ihre Genügsamkeit macht sie für jeden Garten geeignet. Einfach Einpflanzen und der Natur freien Lauf lassen. Werden früh blühende mit herbstlichen Sorten kombiniert, kann die Farbpracht besonders lange genossen werden. Bei uns erhalten Sie verschiedene Sorten in verschieden Farben. So können Sie sich ganz nach eigenen Vorlieben Ihre individuelle Mischung zusammenstellen.








