Wenn im Garten Wühlmäuse hausieren, befinden sich viele Gartenpflanzen in Gefahr – darunter auch Blumenzwiebeln. Welche Sorten sind am meisten bedroht? Kann man Blumenzwiebeln vor Wühlmäusen schützen?
Und letztendlich: Woran erkennt man, dass den Unfug im Garten ausgerechnet Wühlmäuse und nicht Maulwürfe treiben? Die Antworten auf all diese Fragen finden Sie in diesem Beitrag!
Was fressen Wühlmäuse am liebsten?

Die kleinen Nagetiere sind Pflanzenfresser. Meistens nagen sie an Wurzeln von Gemüsepflanzen und Obstbäumen und knabbern an Baumrinden. Und falls sie auf Blumenzwiebeln unter der Erde stoßen, fressen sie diese auf – vor allem, wenn es sich um Krokussen-, Tulpen- und Gladiolen-Zwiebelnhandelt.
Glücklicherweise gibt es auch Zwiebeln, die den Geschmack der Wühlmäuse nicht treffen. Dazu gehören die Blumenzwiebeln von Kaiserkronen, Narzissen, Traubenhyazinthen und Schachbrettblumen.
Doch selbst wenn Sie in Ihrem Garten ausschließlich die unbeliebten Zwiebelblumen-Sorten pflanzen, sollten Sie auf der Hut bleiben. Schließlich können auch andere Ihre Pflanzen den Wühlmäusen zum Opfer fallen.
Was sind die Anzeichen von einem Wühlmaus-Befall?

Im Frühjahr stellen Sie fest, dass nur ein kleiner Teil der Blumenzwiebeln austreibt? Könnte sein, dass sie bereits im Winter von Wühlmäusen verspeist wurden.
Falls dazu auch Ihre Karotten und Sellerie angeknabbert sind, Ihre Obstbäume trockene Blätter bekommen und hier und da kleine Erdhügel erscheinen, sind an all den Schäden höchstwahrscheinlich die Wühlmäuse schuld.
Wühlmaus oder doch nur ein Maulwurf?

Handeln Sie nicht zu voreilig. Zuerst stellen Sie sicher, dass Sie mit Wühlmäusen und nicht Maulwürfen zu tun haben. Maulwürfe richten meistens lediglich optische Schäden an.
Sie sind nämlich keine Pflanzenfresser. Stattdessen ernähren sich von Insekten und Würmern. Somit sind Maulwürfe eher als nützlich anzusehen. Außerdem bleibt ein von Maulwürfen bewohnter Garten gewöhnlich wühlmausfrei, da die beiden Arten sich nicht sonderlich vertragen.
Egal, ob Sie Maulwürfe auf Ihrem Grundstück willkommen heißen oder nicht, eins dürfen Sie nicht vergessen: Maulwürfe stehen unter Naturschutz!
Woran erkennt man die Wühlmäuse im Garten

Woran erkennt man denn, ob die Gartenbesucher Wühlmäuse oder Maulwürfe sind? Der auffälligste Unterschied betrifft die Erdhaufen. Wühlmäuse werfen eher kleine, flache und unregelmäßige Hügel mit einem seitlichen Eingang auf.
Zudem sind in diesen Hügeln öfters Pflanzenreste zu finden. Maulwürfe dagegen bilden größere, einem Vulkan ähnelnde Erdhaufen mit dem Eingangsloch in der Mitte.
Auch die Tunnelsysteme der beiden Wühler unterscheiden sich: Maulwürfe graben senkrechte Tunnel, während das Tunnelsystem von einer Wühlmaus gleich unter der Oberfläche liegt.
Blumenzwiebeln vor Wühlmäusen schützen – wie geht das?

Es bieten sich mehrere Möglichkeiten an. In diesem Beitrag nehmen wir uns die tierfreundlichen Methoden vor:
Mit Drahtkörben die Wühlmäuse fernhalten
Wühlmauskörbe können Sie kaufen oder alleine aus engmaschigen, am besten auch verzinktem, Maschendraht basteln. In so einem Korb aus Draht sind Ihre Blumenzwiebeln für Wühlmäuse unerreichbar und bleiben heil.
Es geht ganz einfach: Sie stecken einen Drahtkorb in eine etwas tiefere Mulde. Nun setzen Sie Ihre Zwiebeln – so wie üblich, bloß nicht direkt in die Erde, sondern in den Drahtkorb.
Eine alternative Lösung: Bevor Sie die Zwiebeln in die Erde stecken, legen Sie die Mulde mit Maschendraht aus.
TIPP: Vertrauen Sie auf keine Kunststoffkörbe. Sie sind für die scharfen Zähne der Wühlmäuse kein Hindernis!
Pflanzen gegen Wühlmäuse einsetzen
Wühlmäuse, als sehr geruchsempfindliche Tiere, lassen sich mit den für sie unerträglichen Aromen vertreiben.
Der Geruch von Kaiserkronen solldie kleinen Wühler am effektivsten abschrecken. In Gruppen gepflanzt, schützen die Kaiserkronen Ihre Blumenzwiebeln und Gemüsebeete.
TIPP: Kaiserkronen sind nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere giftig. Falls Ihre Haustiere sich frei im Garten bewegen, sollten Sie vorsichtshalber zu anderen Mitteln greifen.
Auch Knoblauch gilt als sehr wirkungsvoll. Die Anwendung ist spielend leicht: Knoblauchzehen in die Gänge stecken und fertig!
TIPP: Knoblauchpflanze ist unter Gartenblumen ein bisschen fehl am Platz. Nicht jedoch in einem Gemüsegarten. Wenn Sie also Ihr Gemüse vor Wühlmäusen schützen möchten, können Sie ganz einfach Knoblauch rund um die zu schützenden Gemüsebeete pflanzen.
Weitere Optionen bieten aromatische Walnuss-Blätter sowie Thuja-, Fichten- und Holunderzweige. Genau wie Knoblauchzehen werden sie ganz einfach in den Gängen verteilt.
Wühlmäuse mit Lebendfallen bekämpfen
Selbstverständlich gibt es auch Fallen, die Wühlmäuse töten. Wozu jedoch den Nagern unnötig Leid zuzufügen, wenn man sie doch lebendig schnappen kann?
Lebensfallen sind harmlos und stellen keine Verletzungsgefahr dar – weder für die Tiere, noch für die Fallen aufstellenden Menschen. Für größere Gärten sind dabei mehrere Fallen zu empfehlen.
Um eine Wühlmaus in eine Falle zu locken, braucht man den richtigen Köder. Geschälte Möhren und Stückchen Knollensellerie sind für die Nager wahre Leckerbissen.
Ebenfalls verlockend sind Kartoffeln, geschälte Stückchen von Äpfeln und Topinambur-Knollen.
Der beste Zeitraum für Lebendfallen erstreckt sich von November bis März. In dieser Zeit wird die Nahrung für Wühlmäuse knapp, weshalb sie sich leichter anlocken lassen.
Eine gefangene Wühlmaus muss ausgesetzt werden, und zwar ganz weit weg. Ist die Entfernung zu gering, so kommt das Tierchen zurück. Am besten lässt man den Nager im Wald, Park oder im entfernten Feld frei laufen.








