Bunte Gladiolen zählen zu den bekanntesten und prächtigsten Vertreterinnen der Zwiebelpflanzen. Sie sind die Stars unter den Sommer- und Herbstblühern, die im Frühjahr gesetzt werden und bereits im selben Jahr blühen.
Die ersten Zwiebeln kamen aus Nordwestafrika
Die ursprünglich aus Nordwestafrika stammenden Blumen lieben es sonnig und gedeihen am besten in einem schwach sauren, gut durchlässigen Boden. Bereits im 17. Jahrhundert eroberten die Pflanzen den Mittelmeerraum und gelangten über Spanien in unsere Gärten. Gladiolen gehören zu der Familie der Schwertliliengewächse und die beliebte Gartenblume ist eng mit dem wilden Sumpf-Siegwurz verwandt. Nasse und schattige Standorte hingegen sind diesen prachtvollen Sommerblühern äußerst unangenehm. Man muss keine jahrelange Gartenerfahrung haben, um sich an einem Feuerwerk der farbenfrohen Gladiolen zu erfreuen.
Die Zwiebeln von bunten Gladiolen sind leicht zu pflanzen und können ab Ende April in gut gelockerten Boden gelegt werden. Da die Gladiolenzwiebeln fünfzehn bis zwanzig Zentimeter tief in die Erde kommen, machen ihnen selbst Aprilfröste nichts aus. Gladiolen haben längst die Gärten erobert, ein Strauß bunter Gladiolen macht aber auch in der Vase gute Figur. Wie bei allen anderen Zwiebelpflanzen auch, ist der Pflegeaufwand der bunten Schönheiten sehr gering, weil die Zwiebel als Speicherorgan dient. Was sie aber brauchen, ist regelmäßiges Gießen im Sommer. Die Blumen freuen sich über Dünger. Es reicht, kurz nach dem Erblühen einmal einen Spezial-Gladiolendünger zu verwenden. Mehrmaliges Düngen ist nicht erforderlich. Die Auswahl an bunten Gladiolen ist groß, immerhin gibt es mehr als zehntausend Gladiolensorten in den herrlichsten Blütenfarben.
Worauf ist es beim Einpflanzen zu achten?
Bevor die Zwiebel gepflanzt werden, sollten sie sich einige Tage an die frische Luft gewöhnen. Das empfiehlt sich nach dem Kauf, besonders aber, wenn sie den Winter in einem Keller verbracht haben. Das ist gleichzeitig ein guter Zeitpunkt, die Zwiebeln von bunten Gladiolen genau zu inspizieren. Dazu wird die äußere, braune Schale, die eventuelle Schäden verdecken könnte, abgerieben. Angefaulte Stellen werden vorsichtig ausgeschnitten und anschließend getrocknet. Erst danach werden die Zwiebeln in die Erde gesetzt. Besonders attraktiv wirken bunte Gladiolen, wenn sie zwischen hohen Ziergräsern stehen. Die Gräser harmonieren mit den langstieligen Gladiolen und geben ihnen zusätzlichen Halt. Streng angeordnet, in Reih und Glied, kommen die Gladiolen nicht so gut zur Geltung.
Die farbenfrohen und langblühenden Gladiolen dürfen in keinem Bauerngarten fehlen, denn moderne Interpretationen des Bauerngartens setzen auf bunten und üppigen Blühmix. Gladiolen sind außerdem wahre Teamplayer, die sich hervorragend mit Dahlien kombinieren lassen. Die Gladiolen erreichen eine Wuchshöhe von ungefähr 50 bis 100 Zentimeter, einige Sorten werden sogar 130 Zentimeter hoch. Damit die Blumen nicht durch den Wind umknicken, sollten sie an einer windgeschützten Stelle im Garten gepflanzt werden. Manchmal ist es erforderlich, die Pflanzen mit einem Stab zu stützen. Bei Gardenmarkt können Sie hochwertige Blumenzwiebeln von bunten Gladiolen kaufen.
Im Herbst ausgraben und überwintern
Nach der Blüte werden die Rispen abgeschnitten. Die Zwiebeln bleiben zunächst noch in der Erde. Erst im Herbst werden die Zwiebeln aus der Erde genommen und noch vorhandene, trockene Blätter abgeschnitten, bevor sie über den Winter in das Winterquartier kommen. Zum Überwintern für die Zwiebeln von bunten Gladiolen eignet sich ein trockener Keller mit konstanten Temperaturen. Im nächsten Frühling können die überwinterten Zwiebeln wieder gepflanzt werden. Gladiolen dürfen aber NICHT jedes Jahr in das selbe Blumenbeet gelegt werden, denn sie scheiden Wirkstoffe aus, die in der kommenden Saison die Entwicklung der eigenen Pflanzenart behindern.








