Die Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Dies wissen vor allem die Gartenfreunde, die sich ab dem Spätsommer Gedanken über die winterliche Farbgestaltung ihrer Beete machen und im Zuge dessen kleine Kraftpakete in den Boden setzen.
Wie lassen sich Blumenzwiebeln überwintern?
Nicht jedes Zwiebelgewächs ist frosthart. Während Frühlingsblüher in der Erde überwintern, müssen Zwiebeln aus tropischen Gefilden im Keller gelagert werden. Idealerweise finden sie an einem dunklen, kühlen, trockenen und gut durchlüfteten Ort in einer Holzkiste, welche mit Papier ausgelegt ist, Platz. Dabei ist darauf zu achten, dass die Zwiebeln weder feucht, schimmelig noch von Schädlingen befallen sind. Alternativ ist auch ein Jutesack denkbar, der luftdurchlässig ist und Feuchtigkeit nach außen abgibt. Eine kleine Notiz am entsprechenden Behältnis sorgt dafür, dass die gewünschte Zwiebel im Frühjahr schnell identifiziert wird.
Im Herbst Blumenzwiebeln ausgraben
Sobald sich im Herbst die ersten Fröste ankündigen, ist es an der Zeit, die Blumenzwiebeln aus tropischen Regionen wie beispielsweise Dahlien, Gladiolen oder Begonien auszugraben. Hierzu werden die Pflanzen zunächst von vertrocknetem Laub befreit und die Stängel auf fünf bis 15 cm gekürzt. Im Anschluss gilt es die Erde idealerweise mit einer Grabegabel zu lockern und die Zwiebeln mit Sorgfalt mit den Händen herauszuheben. Sofern die Sonne scheint, bietet es sich an, die Zwiebeln an der frischen Luft zu trocknen.
Warum im Erde lassen?
Ein Großteil der Frühjahrsblüher ist winterhart, sodass die Zwiebeln den Winter über problemlos in der Erde verbleiben können. Ermöglicht wird dies mitunter von Schleimstoffen, welche als eine Art Frostschutzmittel fungieren. Als Speicherorgane der Pflanzen können die Zwiebeln zwar lange Zeit ohne Zufuhr von Nährstoffen überleben, bleiben sie allerdings im Boden, können sie fortlaufend Nährstoffe aufnehmen.
Winterharte Blumenzwiebeln
Winterharte Blumenzwiebeln werden je nach Wetterlage vom Spätsommer bis Anfang Dezember in die Erde gebracht und verbleiben idealerweise ganzjährig im Boden. Zwar sind sie sind in der Regel anspruchslos, doch kann es nicht schaden, den Boden mit Gründünger zu nähren. Laub und kleine Zweige müssen nicht entfernt werden, da sie eine gute Nährstoffquelle darstellen. Wichtig ist, dass die Laubblätter nicht abgeschnitten werden, sondern langsam eintrocknen können. Sie liefern der Zwiebel Energie, welche sie braucht, um sich auf die darauffolgende Wachstumsperiode vorzubereiten und die Ruhephase zu überleben. Im Gegensatz dazu können Blütentriebe bei Bedarf entfernt werden.
Blumen vor Frost schützen
In besonders kalten Regionen kann es sinnvoll sein, den im Boden überwinternden Zwiebeln das Überleben im Beet mithilfe einer Schicht aus Tannenzweigen zu sichern. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn Sie Ihre Blumenzwiebeln in Kübel oder Töpfe halten.
Wichtig ist zudem, Blumenzwiebeln nicht zu früh zu setzen. Da es im Oktober nochmal warm werden kann, gilt es solange abzuwarten, bis der Boden kalt ist. Haben die Pflanzen nämlich einen Frühstart hingelegt und stehen voll im Saft, sind sie für starke Fröste anfällig und aus der gewünschten Blütenpracht im Frühling wird nichts.
Mit Blumenzwiebeln lassen sich im Garten herrliche Akzente setzen. Während einige im Herbst aufgrund ihrer fehlenden Frosttoleranz ausgegraben werden müssen, können winterharte Zwiebeln ganzjährig im Boden verbleiben. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass sie Schnee und Frost bestmöglich trotzen, empfiehlt es sich, den Boden mit Tannenzweigen abzudecken.








