Der Garten ist - besonders in Stadtgebieten - ein lieb gewonnener Ruhepol. Besonders im Sommer verbringt man hier gerne ein paar Stunden täglich. Für ein besonders angenehmes und entspannendes Flair sorgen Pflanzen, mit farbenfrohen Blüten. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Sommerblüher-Sorten in jedem Garten für einen unvergesslichen WOW-Effekt sorgen.
Allium-Zierlauch: Schwebende Blütenpracht
Zierlauch gilt wohl ohne Zweifel in seiner Gattung als am abwechslungsreichsten. Auf Gartenschauen findet sich der Allium-Zierlauch besonders häufig. Mit ihm sind nämlich besonders schöne Beetgestaltungen arrangieren. Die Blüten erinnern an große violette, weiße oder blaue Kugeln, die über dem Beet zu schweben scheinen und ein Blickfang in jedem Garten werden.
Gepflanzt wird der Zierlauch im Herbst, zwischen Ende September und Ende November. Lehmige Böden sollten dabei allerdings zunächst mit Bausand aufgefüllt werden, in dem die Zwiebel eingebettet werden können. Dabei sollten die Pflanzlöcher etwa doppelt so tief wie der Durchmesser der Zwiebel sein.
In seiner vollen Pracht zeigt sich der farbenfrohe Zierlauch zwischen April und September. Dabei benötigt er keinen gesonderten Platz und sticht zugleich - zwischen all den anderen Pflanzen - dominant hervor.
Iris-Schwertlilie: Wie ein Regenbogen
Sie gilt als vielfältigste Staudenart mit über 200 verschiedenen Arten. Die Iris-Schwertlilie ist nach der griechischen Göttin des Regenbogens benannt und trägt diesen Namen in aller Ehre. Immerhin gibt es diese Staudenart in einer breiten Palette an Blütenfarben. Die Blüten selbst sind dreiteilig und sorgen bei einigen Arten der Iris für ein graziles, in manchen Fällen aber auch für ein opulentes Aussehen.
Wer Iris-Schwertlilien pflanzen möchte, sollte die zwischen August und Mitte Oktober tun und zunächst auf die Bodenbeschaffenheit achten. Lehmige Böden etwa sollten zunächst gelockert und mit Sand versehen werden. Dann lassen sich die Rhizome der Schwertlilie flach in die Erde legen. Lediglich ein Drittel sollte noch aus dem Boden schauen.
Je nach Art blühen einige der bunten Iris-Schwertlilien schon ab Februar, manche hingegen erst im Juli. Die meisten allerdings zeigen ihre volle Blütenpracht ab April und sorgen so für einen wahren Regenbogen aus Blüten im Garten, das jedes Beet veredelt.
Gladiolen: Eine kurze, aber prächtige Blüte
Auch sie gehören zu den Schwertliliengewächsen und sind fast genauso farbenprächtig wie die Iris. Wildarten werden meist bis zu 60 Zentimeter hoch - Hybride allerdings bis zu 150 Zentimeter. Die Blüten selbst können über so gut wie jede Farbe verfügen. Sie befinden sich unregelmäßig aufgebaut an jährigen Blütenständen mit nur einer senkrechten Symmetrieebene.
Gepflanzt werden sollten die Gladiolen erst ab Ende April. So kommen die frostempfindlichen Triebe erst nach den Eisheiligen an die Oberfläche. Beim Pflanzen sollte die Erdschicht zwei Mal so hoch wie der Durchmesser der Knolle sein. Dafür sollte aber ein gut geschützter und vor allem sonniger Standort ausgewählt werden - immerhin kommt diese farbenfrohe Pflanze ursprünglich aus dem nördlichen Afrika und dem Mittelmeerraum.
Jede Gladiole blüht etwa zwei Wochen - das scheint zunächst zwar relativ kurz, allerdings lässt sich die Farbenpracht der Blüten durch einen Trick verlängern. Dafür werden die einzelnen Pflanzen zwischen Mai und Juli - immer im Abstand von zehn Tagen - gepflanzt. So können die Blüten im Gladiolenbeet bis hinein in den Oktober halten.
Anemone-Windröschen: Farbenfroh in drei Jahreszeiten
Auf den ersten Blick scheinen - besonders die niedrigen Waldarten - eher unscheinbar, dabei machen die Anemonen-Windröschen im Garten so viel her. Natürlich gibt es auch hohe Beetstauden, die etwas auffälliger sind. Ihren Namen haben sie von „anemos“, dem griechischen Wort für Wind. Diesen Namen haben die Zartosa, Lavendelblau und Weiß blühenden Pflanzen wohl, weil sie sich die zarten Blüten bereits bei einem sanften Windhauch in Bewegung versetzt werden.
Gepflanzt werden die Anemonen zu verschiedenen Jahreszeiten. Herbst-Anemonen etwa werden im Frühjahr gepflanzt. Frühjahrsblühende Windröschen hingegen werden erst im Herbst gepflanzt.
Besonders an den Windröschen ist, dass sie bereits im zeitigen Frühjahr für eine frische Farbe im Garten sorgen. Sie blühen aber auch noch im Sommer und sogar im Herbst. Gleichzeitig kann den meisten Arten auch der frostige Winter nichts anhaben.
Ixia-Klebschwertel: Farbenprächtige Blütentrauben
Sie ist der absolute Hingucker. Sowohl im Beet, als auch im Pflanzgefäß. Die Ixia-Klebschwertel wird in Gruppen aus zehn bis zwölf Zwiebeln gepflanzt - so kommen die vielen zierlichen Blüten am besten zur Geltung. Die Stengel selbst sind meist zwischen 40 und 50 Zentimetern lang und stehen zwischen langen, schwertförmigen Blättern hervor. An der Spitze der Stängel befinden sich dann die wunderschönen Blütentrauben, die mit ihrer Farbenpracht ins Auge stechen.
Zwischen Oktober und November können die Knollen der Ixia etwa fünf Zentimeter tief in lockeren Boden eingepflanzt werden. Am Besten eignet sich hier ein vor Feuchtigkeit geschützter Ort. Auch zwischen März und April ist das anpflanzen möglich, allerdings nicht früher, da die Pflanze nicht vollständig winterhart ist.
Die Blütezeit wird meist im Mai eröffnet und reicht bis in den Juli hinein. Farblich unterscheiden sich vor allem die Hybriden, die im Handel verfügbar sind. So gibt es neben dem weißen und rosa blühenden Klebschwertel auch gelbe und sogar meergrüne Blüten.
Ganz egal, wie viel Platz in Ihrem Garten vorhanden ist, die fünf vorgestellten Sommerblüher finden in jedem noch so kleinen Beet Platz und passen perfekt zusammen. Hohe und niedrige Arten mit verschiedenfarbigen Blüten lassen sich beliebig pflanzen und machen den Garten zum persönlichen Highlight.








