Die kalte Jahreszeit beginnt, die meisten Pflanzen gehen jetzt in die Winterpause. Doch einige Winterblumen erfreuen das Herz der Gärtnerfreunde. Eine schöne Auswahl stellen wir hier vor.
Gewürze im Garten: Safran-Krokus - Crocus sativus
Wenn Sie das sündhaft teure Gewürz Safran lieben, dann finden Sie sicherlich auch ein Plätzchen für den hübschen Safran-Krokus - Crocus sativus. Die kleine Art der Krokusse liebt robuste Wetterverhältnisse. Das bedeutet: Heiße Sommer, nebelig feuchte Herbsttage und knackige Kälte im Winter.
Temperaturen bis zu -15° C machen dem Safran-Krokus - Crocus sativus überhaupt nichts aus. Er liebt einen sonnigen Standort mit wasserdurchlässigem und lockerem Boden. Um das Gießen brauchen Sie sich kaum zu kümmern, denn er verträgt weder Staunässe noch braucht der Safran-Krokus viel Wasser. Besonderes Merkmal gegenüber anderen Krokusarten sind die roten Stempelfäden in der Blüte. Sie werden als Safran mühselig gesammelt.
Niedliche Farbtupfer der Vorfrühlings-Alpenveilchen
Sie sind herzallerliebst, die Vorfrühlings-Alpenveilchen. Dort, wo sich andere Blumen bestimmt nicht verirren, zieht es das Cyclamen coum hin: unter hohe Kiefern, an schattige Plätze. Direkte Sonne mögen sie gar nicht.
In der Tat stehen sie nicht gern zwischen anderen Blumen wie Schneeglöckchen, deshalb sollte für sie ein eigener Standort gewählt werden. Denn wenn sie sich hier wohlfühlen, breiten sie sich im Laufe der Jahre auch von selbst aus. Es ist wichtig, dass keine anderen Pflanzen sie am Austrieb der Knolle zu hindern. Der Boden für das Vorfrühlings-Alpenveilchen sollte nicht zu nass sein. Es bietet sich an, die Knollen in der Zeit ohne Austrieb mit Rinderdungpellets oder Hornspänen mit Nahrung zu versorgen.
Eleganz im Garten: Die Belladonnalilie
Die Belladonnalilie betört mit ihrem anziehenden Duft. Die als "schöne Frau" bezeichnete Blume zeigt sich auch mit femininen Eigenschaften, denn sie möchte Aufmerksamkeit, um sich in ihrer ganzen Schönheit zu zeigen. Diese sollte schon beim Einsetzen der Knolle beginnen und so eingesetzt werden, dass der obere Teil der Knolle herausragt. An ihm wachsen hohe Stengel mit wunderschönen Blüten heran. Mit etwas Glück entwickelt jeder Stengel sieben bis zehn Knospen.
So entsteht eine lange Blütezeit von vier bis sechs Wochen. Jede einzelne Blüte mit einem verführerisch süßlichen Duft. Nach der Blüte sollte die Belladonnalilie kühl stehen und nach und nach weniger gegossen werden. Denn nun beginnt ihre Ruhephase.
Blüht auch im Schnee: Die Christrose
Mit der Christrose haben wir eine Winterblume, die sich auch mit anderen gut verträgt. So gedeihen neben ihr auch die kleinen Winterlinge oder andere Zwiebelblumen wie die Alpenveilchen-Narzisse. Bei guter Pflege sind Christrosen dankbare Begleiter für viele Jahre. Manche Exemplare verweilen bis zu 30 Jahre und länger im Garten! Bei der Pflege gilt das Sprichwort "Weniger ist mehr".
Einfach regelmäßig die Knolle teilen und neu einpflanzen, ähnlich wie es bei Astern geschieht. Die Christrose hat gegenüber der Narzisse eine frühe Blühzeit, dies sollte bei der Standortbestimmung berücksichtigt werden.
Die leuchtend gelbe Alpenveilchen-Narzisse
Mit ihren kleinen gelben Blüten ist die Alpenveilchen-Narzisse ein niedlicher Begleiter im Garten. Charakteristisch sind die nach hinten geklappten Kronblätter in leuchtend gelber Farbe. Sie lieben einen halbschattigen bis sonnigen Standort mit durchlässigem, mäßig feuchtem Boden. Auch ein Trockenbeet oder der Steingarten eignen sich als Standort für die Alpenveilchen-Narzisse. Diese pflegeleichten Winterblumen vermehren sich über die Tochterzwiebeln, so verbreiten sie sich von allein und bilden einen hübschen Blütenteppich.
Netzblatt-Schwertlilie oder auch blaue Iris
Die Netzblatt-Schwertlilie ist vielen Gartenfreunden als Iris bekannt. Mit ihrer lilafarbenen Blüte entwickelt sie sich prächtig und benötigt wenig Pflege. Auffällig und besonders schön ist die gelbe Färbung im Zentrum der Blüte, die Sie zwischen Ende Februar und März erwarten können. Sie bildet kleine Zwiebeln und vermehrt sich von ganz allein an ihrem Standort.
Mit ihrem Ursprung auf steinigen Berghängen ist die Netzblatt-Schwertlilie eine durchaus robuste Winterblume, die sich auch von eisigen Temperaturen nicht unterkriegen lässt. Wichtig ist ein durchlässiger, möglichst kalkhaltiger Boden an einem sonnigen Standort, zum Beispiel im Steingarten.
Schneeglöckchen
Schneeglöckchen sind die Klassiker aller Winterblumen. Während die meisten Blumen noch schlafen, strecken Schneeglöckchen, Christrose und Winterling ihre niedlichen Blüten heraus. Damit sie sich in den Wintermonaten entwickeln können, müssen die Blumenzwiebeln im Herbst in Gruppen gesetzt werden.
Die Schneeglöckchen mögen lockeren Gartenboden und einen lichten Standort mit einigen Sonnenstunden am Tag. Nach der Blüte sollten das Laub erst vollständig vertrocknen, bevor es geschnitten wird. Denn die Zwiebeln holen sich wichtige Nährstoffe aus den breiten Blättern. So vermehren sie sich dann von ganz allein.
Sternhyazinthe
Anders als Schneeglöckchen und Winterling zeigt sich die Sternhyazinthe in purpurblauer Färbung und bietet farbliche Abwechslung. Es handelt sich um kleine Winterblumen mit einer Wuchshöhe von nur 15 Zentimetern, die zwischen Februar und April blühen. Sternhyazinthen lieben einen halbschattigen bis sonnigen Standort mit humusreichem Boden.
Ob Weiß, Gelb oder Lila - Winterblumen sind ein zauberhafter Gartenschmuck. Die Auswahl ist groß und bietet von der Sternhyazinthe in Purpur bis zur hochgewachsenen Belladonnalilie viele Gestaltungsmöglichkeiten.








