Die Tigerblume (Tigridia pavonia) oder auch Tigerlilie genannt, gehört zur Familie der Schwertliliengewächse und ist vor allem durch ihrer auffällige Form der Blüten im Garten ein Blickfang. Die Schönheit der Blüten ist jedoch nur von kurzer Dauer, da sie bereits nach einem Tag wieder verblüht sind. Gute Pflege wird von der Tigerblume allerdings mit einer konstanten Blütenbildung über den Sommer belohnt.
Mexiko - die Herkunft von Tigridia pavonia
Die ursprüngliche Heimat von Tigerlilien ist Mittel- und Südamerika. Von der Gattung gibt es nur eine überschaubare Anzahl an Arten, die jedoch vorwiegend im Mexiko zu finden sind. Auch die Herkunft von Tigridia pavonia ist Mexiko. Dort wird sie teilweise sogar Kultiviert, weil sie nicht nur ausschließlich als Zierpflanze angebaut wird. In ihrer ursprünglichen Heimat ist die Tigerblume ein Gemüse, dessen Knollen verkocht werden. Ihr Geschmack wird oft mit Süßkartoffeln verglichen. Bei uns wird die Tigerlilie allerdings ausschließlich als Zierpflanze kultiviert, da das Fenster mit optimalen klimatischen Bedingungen zu klein ist, dass sie eine relevante Knollengröße ausbilden könnte.
Geeigneter Standort für die Tigerblume
Die Tigridia pavonia ist eine absolut wärmeliebende Pflanze. Wer sie im Frühjahr direkt in die Erde pflanzt, sollte ausschließlich einen sonnigen Standort wählen. Wird die Tigerlilie im Topf kultiviert ist sie ein idealer Blickfang auf südseitigen Terrassen. Im Vergleich zu anderen Pflanzen, liebt sie extrem sonnige Standorte und entwickelt sich dort erst richtig gut.
Richtig Tigerblume-Zwiebeln einpflanzen
Frühestens ab Mitte April können die Tigerblume-Zwiebeln in die Erde gepflanzt werden. Kommt allerdings nochmal Frost, kann dies den Knollen schaden. Ideal ist daher eine Pflanzung ab Mitte Mai, wo kein Risiko mehr von Bodenfrost gegeben ist. Alternativ dazu kann die Tigerblume auch in einen Topf gepflanzt und bei Frostgefahr nochmal ins Haus geholt werden. Die Pflanztiefe beträgt etwa 10 cm und zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand von wiederum 10 cm sein, damit sie sich gut entwickeln können. Das Substrat sollte durchlässig, aber nährstoffreich sein.
Anspruchsvolle Pflege von Tigridia pavonia
Die Pflege von Tigridia pavonia ist durchaus anspruchsvoll, denn sie benötigt viel Wasser, Staunässe schadet ihr allerdings. Gegossen wird immer dann reichlich und durchdringend, wenn oberflächlich das Substrat abgetrocknet ist. Sobald sie in voller Blüte steht, ist ihr Nährstoffbedarf deutlich höher. Während der Blühperiode muss sie wöchentlich mit einem guten Flüssigdünger versorgt werden. Feststoffdünger sind nicht geeignet, da sie nicht ausreichend schnell für die Pflanze verfügbar sind und maximal als Langzeitdünger bei der Pflanzung im Frühjahr dem Substrat beigemischt werden können.
Im Topf die Tigerblume überwintern
Als Pflanze, die aus einer sehr warmen Region kommt, verträgt sie Frost generell nicht. Sobald die Blätter anfangen welk zu werden, tritt sie in ihre Ruhephase ein. Ab diesem Zeitpunkt sollte sie nicht mehr gegossen werden. Blätter und Stängel werden abgeschnitten und die ausgegrabene Zwiebel in trockenem Sand eingeschlagen. Die Temperaturen sollten während der Lagerung nicht unter 10°C fallen und sie dürfen niemals Frost ausgesetzt werden.
Die Tigerlilie ist eine anspruchsvolle Pflanze aus Mittelamerika. Wer sie jedoch regelmäßig Pflegt, der wird mit einer reichen Blütenpracht belohnt, die über den ganzen Sommer geht.








