Blumenzwiebeln können im Gegensatz zu den Knollen von Gladiolen und Dahlien den Winter über im Boden gelassen werden. Bei einigen Arten empfiehlt sich allerdings das Ausgraben zum Ende der Gartensaison. Wer Blumenzwiebeln umsetzen oder vermehren will, muss ebenso Hand anlegen.
Blumenzwiebeln in der Erde lassen

Die Blumenzwiebeln in der Erde zu lassen, erspart einiges an Arbeit. Ist der Garten mit den Speicherorganen von Tulpen und Co. reichlich bestückt, kostet das Ausgraben besonders viel Zeit und Mühe. Die Zwiebeln der Krokusse und der Hyazinthen sind anspruchslos und sollten am besten in Ruhe gelassen werden. Auch Schneeglöckchen gelten als weniger frostempfindliche Frühblüher, die keiner großen Pflege bedürfen.
Verlässlich zeigen sie jedes Jahr mit dem Steigen der Temperaturen ihre Pracht. Die Speicherorgane der Pflanzen haben sich darauf spezialisiert, lange Zeit ohne eine Zufuhr von Nährstoffen überleben zu können. Vor allem kleine Zwiebeln sollten einfach in der Erde gelassen werden.
Warum einige Blumenzwiebeln ausgraben?
Bei schwereren Exemplaren wie den Zwiebeln von Tulpen ist das Ausbuddeln sinnvoller. Sie sacken langsam im Erdreich ab und können ihre Blüten nicht mehr bis an die Oberfläche ausbilden. Blumenzwiebeln in schweren Böden laufen Gefahr, von Staunässe bedroht zu werden. Die Speicherorgane faulen und sind nicht mehr zu gebrauchen.
Ein weiteres Risiko besteht durch Fressfeinde. Für Wühlmäuse und einige andere Tiere sind Blumenzwiebeln ein willkommenes Mahl. Schutz bietet ein spezieller Pflanzkorb, der gefräßige Lebewesen effektiv fernhält. Zu lehmige, schwere Erde kann durch die Zugabe von Sand aufgelockert und damit wasserdurchlässiger gemacht werden.
Wie sollte man Blumenzwiebeln ausgraben?
Mit einer Grabegabel lassen sich Blumenzwiebeln ausgraben, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Dabei sollte natürlich mit Sorgfalt vorgegangen und das Werkzeug nicht zu dicht an der Pflanze angesetzt werden. Mit einem Spaten gelingt das Vorhaben im Notfall ebenso. Er kann zudem festes Erdreich auflockern.
Besonders einfach ist das Ausgraben, wenn die Blumenzwiebeln zuvor in Töpfe oder Körbe gepflanzt wurden, die als Schutz vor Fressfeinden dienen. Im Fachmarkt für Gartenbedarf gibt es außerdem spezielle Werkzeuge, die eigens zum Ausgraben von Blumenzwiebeln entwickelt wurden. Sie erleichtern die Arbeit dank einer speziellen Konstruktion.
Wann sollte man Blumenzwiebeln ausgraben?
Wenn Blüten und Blätter der Pflanzen vollständig vertrocknet sind, können die Blumenzwiebeln ausgegraben und vom Laub befreit werden. Ist noch Saft in den in den Blättern, ist besser noch mit dem Vorhaben zu warten.
Das Laub liefert bis zum Verwelken wichtige Nährstoffe, die die Pflanze zum Überleben der Ruhephase und als Vorbereitung auf die nächste Wachstumsperiode braucht. Um zu testen, ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sollte einfach an den Blättern der Pflanze gezogen werden. Welke Blütentriebe können jederzeit abgeschnitten werden. Kleine Ableger an der Zwiebel dürfen gern mit in die Winterruhe.
Ausgegrabene Blumenzwiebeln richtig aufbewahren
Die ausgegrabenen Zwiebeln sollten von Erdresten befreit werden, ehe es in die Lagerung geht. Als Aufbewahrungsort dient im Idealfall ein dunkler, kühler und trockener Raum. Ein Keller mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad ist ideal zum Lagern.
Die Blumenzwiebeln sollten nicht angefeuchtet werden, da dies die Bildung von Schimmel begünstigt. Es empfiehlt sich, kranke und abgestorbene Pflanzen zu entfernen. Dabei sind mit Pilzen befallene Exemplare unbedingt im Hausmüll und nicht auf dem Kompost zu entsorgen.
Die Zwiebeln von Frühjahrsblüher müssen nicht unbedingt aus der Erde geholt werden. Schneeglöckchen, Hyazinthen und Krokusse gedeihen ohne ein Eingreifen prächtig. Tulpen sind besser im trockenen Keller einzulagern, damit sie nicht im Boden versinken.








