Mit blauvioletten Blüten kommt die sibirische Schwertlilie daher, die in ihrem natürlichen Bestand sumpfige Wiesen in den Auwäldern Europas besiedelt. Den Titel Blume des Jahres 2010 trägt Iris sibirica zurecht: Als Blütenpflanze der Feuchtlebensräume ist die heimische Wildstaude für eine zierende Teichbepflanzung ideal.
Herkunft von sibirischer Schwertlilie
In puncto Herkunft von sibirischer Schwertlilie gelten die Zonen in warmgemäßigten bis gemäßigten Teilen Europas sowie Gebiete zwischen West-Sibirien und Altai als Ursprungsorte. Dort wächst die Staude in sumpfigen Landschaften, da sie feuchte Bedingungen bevorzugt. Areale wie Niedermoore, Teichufer, feuchte Streuwiesen sowie Flutmulden und Gräben sind ihr Zuhause. Mittlerweile gedeiht Iris sibirica auch wild in Landschaften Kanadas und im Osten der USA. In ihrem natürlichen Lebensraum ist die sibirische Schwertlilie im Gegensatz zur gelben Sumpf-Schwertlilie selten. Ein vermehrter Nährstoffeintrag, Trockenlegungen und Veränderungen der Bewirtschaftung gefährden den Bestand.
Stauden von sibirischer Schwertlilie
Die Stauden von sibirischer Schwertlilie bilden dicht unter der Erdoberfläche verlaufende Rhizome. Über dem Boden sind schmale, grasartige Blätter zu sehen, die sich in einem frischen Grünton präsentieren. Zwischen Mai und Juni trägt Iris sibirica auf einem bis einen Meter hohen Stängel blauviolette, filigrane Blüten. Am Spross können bis zu fünf davon sitzen. Die Stauden bilden nach der Blüte wandspaltige Kapseln aus, die auch über den Winter im vertrockneten Zustand noch einen Zierwert haben. Mit ihren breiteren Blättern, eher lilafarbenen Blüten und dem niedrigeren Wuchs ist die sibirische Schwertlilie leicht von anderen Iris-Arten zu unterscheiden.
Die Wildstaude Iris sibirica einpflanzen
Wer die heimische Schwertlilienart Iris sibirica einpflanzen will, sollte einen sonnigen oder halbschattigen Platz auswählen. Areale im flachen und hügeligen Gelände sind geeignet. Gibt es im Garten einen Teich, wird mit einer Pflanzung an diesem Ort der Schwertlilie ein Gefallen getan. Ein passender Zeitpunkt zum Einpflanzen ist zwischen Ende März und Oktober. Bei niedrigen Temperaturen kann sich Iris sibirica nicht optimal entwickeln. Feuchte bis frische, mäßig nährstoffreiche Böden sind zu bevorzugen. Hohe Stickstoffwerte werden von der Wiesen-Iris nicht vertragen. Der Untergrund darf auch zeitweise austrocknen, ist aber besser feucht zu halten. Ein basenreicher bis schwach saurer pH-Wert lässt die Wildstaude gedeihen.
Richtige Pflege von sibirischer Schwertlilie
Bei der Pflege von sibirischer Schwertlilie ist zu beachten, dass die Staude keine hohe Stickstoffgabe mag. Etwas Kompost im Frühjahr darf aber gerne in den Boden eingearbeitet werden. Damit nicht zu viel Energie in die Samenbildung gesteckt wird, können verwelkte Blüten abgeschnitten werden. Kranke Pflanzenteile sind immer direkt zu entfernen. Beim Laub sollte ein Rückschnitt erst im Frühjahr erfolgen. Alle fünf Jahre können die Horste geteilt und umgesetzt werden. Vor dem Einpflanzen der Teilstücke sollte das Laub um etwa die Hälfte zurückgeschnitten werden, um die Verdunstung zu verringern.
Populäre Sorten von Iris sibirica
Die sibirische Schwertlilie lässt sich in Form zahlreicher Hybride in den Garten bringen. Double Standard hat eine andere Blütenform und damit Abwechslung zu bieten. Populäre Sorten von Iris sibirica sind auch Sugar Rush und Orange Grooves. Anstelle blauvioletter Blüten zieren sie das Beet mit rosa- und orangefarbener Pracht. Die Sorte Currier besticht mit zarten Blütenständen in Weiß und Lila und einem gelben Tupfer. Die Schwertlilie Double Play überzeugt mit einer üppigen weiß-gelben Blütenpracht. Besonders beeindruckend ist Tipped in Blue, denn diese Staude offeriert zahlreiche kleine Blüten in Blau und Gelb.
Iris sibirica zaubert an feuchten Standorten des Gartens zarte Farbenpracht in die heimische Idylle. Als sehr pflegeleichte Staude ist die sibirische Schwertlilie ein willkommener Begleiter am Teich und im Beet. Die Sorten Orange Grooves, Sugar Rush und Double Play sorgen für eine besondere Blumenzier.








