Die zur Familie der Amaryllisgewächse gehörende Schmucklilie Agapanthus stammt aus Südafrika und ziert schon seit mehreren Hundert Jahren die eindrucksvollen Residenzen der europäischen Fürsten und Könige. Mit ihren blauen und weißen Blüten in kugeliger Form ist die Staude mittlerweile aus heimischen Gärten nicht mehr wegzudenken.
Die afrikanische Herkunft von Agapanthus
Die Herkunft von Agapanthus ist bekannt. Die beliebte Gartenschönheit hat einen weiten Weg hinter sich, denn die Schmucklilie kommt aus Südafrika. Dort wächst sie in felsigen Landschaften und im offenen Grasland. Während die sommergrünen, frosttoleranteren Arten in den kühleren Regionen des Landes unterwegs sind, gedeihen die immergrünen Exemplare in den küstennahen, milden Gebieten Südafrikas. Nach Europa kam die Schmucklilie über die Niederlande. 1699 hat es die Pflanze nachweislich in einem deutschen Garten gegeben. Für Sammler sind vor allem die reinen Arten wie Agapanthus praecox und Agapanthus inapertus interessant.
Einzigartige Charakteristik der Pflanze verzaubert
Die Schmucklilie ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Sie bildet Rhizome als Überdauerungsorgane. Ihre fleischigen grünen Blätter bildet die Staude wie einen strahlenartigen Fächer um sich herum aus. Der Agapanthus wird vor allem wegen seiner ansprechenden Blütenstände geschätzt, die sich in der sommerlichen Phase des Jahres ausbilden. Die von Weitem rundlich wirkenden Blüten setzen sich aus vielen glockenförmigen Einzelblüten zusammen. Zur Charakteristik der Pflanze zählen die Kapselfrüchte, welche bis zu hundert schwarze, ölhaltige Samen enthalten. Ihre Fähigkeit, eine zeitlang ohne Wasser auszukommen, und die einfache Art der Vermehrung machen den Agapanthus zur idealen Zierstaude für Hobbygärtner.
Die Sorten der Schmucklilie
Je nach Einteilung gibt es etwa sieben Agapanthus-Arten. Neben den reinen Arten existieren heute diverse Hybridformen der Schmucklilie, die durch Kreuzungen entstanden sind. Bei den Farben der Blüte haben Hobbygärtner die Wahl zwischen blauen, dunkelvioletten und hellen lilafarbenen Tönen sowie klassischem Weiß. Die Röhrenblütige Schmucklilie bildet große blaue Blüten aus, die denen einer Glockenblume ähneln. Die Züchtung Purple Cloud gilt als eine der dunkelsten Sorten der Schmucklilie. Eine sehr verbreitete, weiße Kreuzung ist Agapanthus africanus Albus. Blue Triumphator streckt die blauen Blüten weit gen Himmel.
Die Schmucklilie entsprechend pflanzen
Fast alle Agapanthus-Arten sind echte Sonnenanbeter. Die südafrikanischen Stauden bevorzugen deshalb einen warmen Standort in der prallen Sonne. Halbschattige Plätze kommen auch infrage, allerdings bleibt ein Teil der Blütenpracht auf der Strecke. Ist der Standort zu schattig, leidet die Schmucklilie darunter. Ein gehemmtes Wachstum und verblasste Blüten sind typische Anzeichen. Ein windgeschützter Bereich ist ideal, da die langen Blütenstiele bei starken Böen schnell abknicken können. Normale Komposterde reicht als Pflanzsubstrat aus. Der Agapanthus muss nicht ins Blumenbeet gesetzt werden. In Kübel lässt sich die Schmucklilie ebenso pflanzen. Im Wintergarten kann sie ganzjährig gehalten werden.
Die richtige Pflege von Agapanthus
Schmucklilien vertragen keine Staunässe und vertragen längere Trockenperioden gut. In der Wachstumsphase sollte der Agapanthus regelmäßig gedüngt werden. Verwelkte Blätter werden vorsichtig von der Pflanze abgerissen. Wenn keine Samenbildung gewünscht wird, sind abgeblühte Blütenstiele besser mit der Gartenschere zu entfernen, um die Bildung neuer Blüten anzuregen. Bei der Pflege von Agapanthus sollte nicht das liebste Kleidungsstück getragen werden, denn der Saft der Schmucklilie hinterlässt hartnäckige Flecken. Im dunklen Keller überwintert die Staude bei Temperaturen um die fünf Grad Celsius optimal.
Der Agapanthus ist eine genügsame Zierstaude, die es gern etwas sonnig hat. Am richtigen Standort zeigt die Schmucklilie ihre ganze Pracht. Für frostempfindliche Sorten ist ein Winterquatier einzurichten.








