Ob Beet-, Kletter- oder Strauchrose - alle Rosen erwarten liebevolle Fürsorge, damit sie im Sommer in voller Pracht erblühen können. Dazu ist es notwendig, die Rosen fachgerecht zu beschneiden. Erfahren Sie hier, warum und wann Sie Ihre Rosen schneiden sollten!
Warum Rosen schneiden angesagt ist
Mit den Jahren vergreisen Rosensträucher zunehmend. Um die Blühwilligkeit und Vitalität der Rosen anzuregen, sollte ein Frühjahrsschnitt erfolgen, der regelrecht verjüngend wirkt. Durch den Schnitt werden die Augen der Rosen angeregt, kräftiger auszutreiben. Entsprechend treiben Rosenstöcke kräftiger aus, je stärker der Rückschnitt ausgefallen ist. Zudem sorgt ein Schnitt für mehr Luft und Licht, so dass die Pflanzen besser mit Nährstoffen versorgt werden und auch leichter abtrocknen können. Pflegemaßnahmen sind bei einem gepflegten Rosenstock sehr viel einfacher durchzuführen. Allerdings hängt es sehr von der Gattung der Rosen ab, wie stark und regelmäßig die Rosenstöcke heruntergeschnitten werden sollten.
Wann Rosen schneiden notwendig wird
Die Zeit für das Beschneiden von Gartenrosen beginnt ab Mitte März. Der genaue Zeitpunkt kann je nach Region variieren. In den Alpenregionen herrscht beispielsweise im März noch tiefer Winter, während im milden Norden die Rosen längst austreiben. Ebenso droht in höheren Lagen häufig noch Frost, während in gemäßigten Niederungen bereits die Zeit für einen Rückschnitt der Triebe eingetreten ist. Der Rosenliebhaber sollte sich daher am Kalender der Natur orientieren, wenn es um den Rückschnitt seiner Rosen geht. Wenn die ersten Forsythien blühen, dann können auch Rosen bedenkenlos geschnitten werden. Die Rosensträucher können selbst dann noch zugeschnitten werden, wenn sich bereits erste grüne Blättchen zeigen.
Unterschiedliche Bedürfnisse - wann welche Rosen schneiden
Jede Rose hat ihre ganz persönlichen Bedürfnisse, wenn es um den Schnitt geht. Um fördernd in die Entwicklung der Rosensträucher einzugreifen, ist es wichtig die Klasse und Wuchsform der Rose zu beachten. Beetrosen, die viele Blütentriebe ausbilden sollen, werden mit einem starken Rückschnitt auf drei bis fünf gesunde Triebe mit gleicher Anzahl Knospen unterstützt. Beim Schneiden von Edelrosen hingegen soll der Schnitt dafür sorgen, dass lange, gerade Blütenstiele erzielt werden. Bei beiden Rosensorten sollte ein mehrjähriger Trieb bis zum Bodenansatz zurückgeschnitten werden, um den Austrieb aus der Basis erneut anzuregen. Bei öfter blühenden Strauchrosen, die meist überhängend wachsen, werden Triebe aus dem Vorjahr maximal um ein Drittel gekürzt.
Werkzeug für Rosenschnitt - darauf sollte geachtet werden
Das wichtigste Werkzeug beim Schnitt von Rosen ist die Rosenschere. Hier sollte der Rosenliebhaber nicht an der Qualität sparen. Um effektiv arbeiten zu können, sollte die gewählte Rosenschere gut in der Hand liegen. Daher gibt es sowohl spezielle Modelle für Damen als auch für Linkshänder. Die Klinge der Schere sollte immer scharf geschliffen sein und muss nach jedem Schnitt gereinigt werden. Für kräftigere Triebe kann eine Astschere zum Einsatz kommen. Die langen Griffe erzeugen die notwendige Hebelwirkung, um auch dicke Rosenäste leicht und präzise durchzuschneiden.
Rosen richtig schneiden
Für den Frühjahrschnitt ist der optimale Zeitpunkt gekommen, sobald die Forsythien blühen. Zunächst müssen alle kranken, beschädigten und abgestorbenen Triebe entfernt werden. Grundsätzlich sollte ein Schnitt immer zirka fünf Millimeter oberhalb einer Knospe angesetzt werden. Der Schnitt sollte leicht schräg ansteigen. Öfter blühende Sorten können auf 15 bis 20 cm heruntergeschnitten werden. Einmalblüher sollten erst im Sommer beschnitten werden.
Rosenliebhaber sollten sich vor dem Rosenschnitt genau informieren, welche Anforderungen die jeweilige Rosensorte stellt. Zudem sollte nur mit gut geschärftem Werkzeug gearbeitet werden, um die Verjüngung der Rosensträucher zu erreichen.








