Mit ausladendem Habitus und eleganten Ähren schmückt das Chinaschilf große Parkanlagen und Privatgärten. Je nach Sorte erscheinen die feinen Blütenrispen in silbrig-weißem bis silbrig-rötlichem Gewand zwischen August und September und erfreuen das Gärtnerherz bis in die kalte Jahreszeit hinein.
Die Herkunft von Miscanthus
Die Heimat von Miscanthus ist das östliche Asien. Im Himalaya, in Nordchina und in Japan gedeiht das zur Familie der Süßgräser gehörende Chinaschilf auf ebenen Flächen und an offenen Hängen. Auch Gebiete in Korea sind mit dem Ziergras besiedelt.
Feuchte Areale bevorzugt die Art besonders. Die asiatische Herkunft von Miscanthus macht die Pflanze für die heimische grüne Oase interessant. Chinaschilf ist robust und hält Temperaturschwankungen gut aus. An natürlichen Standorten kommt Miscanthus aufgrund des kräftigen und schnellen Wuchses häufig im großen, geschlossenen Bestand vor.
Wie sieht Miscanthus aus?
Miscanthus wächst aufrecht und horstig und bildet Rhizome. Der gesamte Habitus der Pflanze ist ausladend. Abhängig von der Sorte kann Chinaschilf zwischen einem und vier Metern in die Höhe wachsen. Das Elefantengras erreicht, wie die Bezeichnung vermuten lässt, die Maximalhöhe. Im Sommer erscheinen fedrige Ähren als Blütenstände, in dieser Zeit sieht Miscanthus überaus ansprechend aus.
Die schmalen Blätter des Chinaschilfs sind meist dunkelgrün und zeigen oft eine prächtige Herbstfärbung. Es gibt zahlreiche Sorten in unterschiedlichen Rispen und -Blattfarben. Durch den dichten, hohen Wuchs lässt sich Miscanthus optimal als Sichtschutz einsetzen.
Verschiedene Sorten von Miscanthus
Zahlreiche, vorwiegend sommergrüne Arten, gehören zur Gattung Chinaschilf. Durch Züchtung sind in den letzten Jahrzehnten diverse neue Hybriden entstanden. Die verschiedenen Sorten von Miscanthus weisen andere Wuchsformen, Blätter- und Blütenfärbungen. Das auch als Elefantengras bezeichnete Riesen-Chinaschilf gewinnt als nachwachsender Rohstoff immer mehr an Bedeutung.
Weil es eine stetig üppige Biomasse liefert, ist das Süßgras eine umweltfreundliche Alternative zu Heizöl. Die Sorte Kleine Fontäne bildet bis in den Herbst hinein Blüten. Mit orangegelber Herbstfärbung ziert Graziella das Blumenbeet. Eine attraktive Kreuzung ist die Sorte Ferner Osten, deren tiefrote Wedel mit weißen Spitzen besetzt sind.
Der beste Standort für Miscanthus
Ein sonniger Standort ist für Miscanthus geeignet. Das Ziergras bevorzugt einen Boden mit einer guten Wasserversorgung, ist jedoch sehr tolerant gegenüber einer trockenen Periode. Selbst wenig belüftete Erde wird von Chinaschilf akzeptiert. Ein sandiger Boden und Staunässe mindern die Wuchskraft. Ausladend wachsendes Chinaschilf braucht viel Platz.
Die größeren Sorten von Miscanthus sind auch im winterlichen Staudenbeet imposante Gestalten. Starker Frost und Eisregen machen den Süßgräsern nicht viel aus. Nach dem Entfernen von starken Schneelasten richten sich die Halme schnell wieder auf.
Miscanthus pflanzen und pflegen
Miscanthus zu pflanzen und zu pflegen, gestaltet sich einfach. Eine geeignete Pflanzzeit ist das Frühjahr. Das Pflanzloch ist in der doppelten Größe des Wurzelballens zu graben. Ein sehr sandiger Boden sollte mit ordentlich Kompost vermischt werden. Mit Tonmehl lässt sich der Untergrund ebenso verbessern. Den Ziergräsern sollte im Beet genügend Raum gegeben werden, damit ihre Gestalt gut zur Geltung kommen kann.
Im Pflanzjahr sollte nicht gedüngt werden. Ab der nächsten Saison ist nährstoffarme Erde mit Volldünger anzureichern oder Kompost in den Boden einzuarbeiten. Bei Pflanzungen im Kübel ist alle vier Wochen verdünnter Flüssigdünger zu geben.
Miscanthus ist eine Augenweide im Blumenbeet. Hobbygärtner haben die Wahl zwischen zahlreichen Sorten, die das Jahr über ein tolles Farbenspiel bieten. Die sommerlichen Blütenstände der Süßgräser sorgen für einen zusätzlichen Blickfang und schmücken die Pflanze noch lange Zeit nach ihrer Ausbildung.








