Kaiserkronen sind besonders schöne Gartenpflanzen, die sich vor allem in Bauerngärten einer großen Beliebtheit erfreuen. Die Liliengewächse gibt es in zahlreichen Sorten. Sie alle überzeugen durch atemberaubend schöne Blüten.
Geschichte und Herkunft der Kaiserkrone
Die Kaiserkrone mit ihrer auffallenden Blütenkrone gehört zur Familie der Liliengewächse, die botanisch als Liliaceae bezeichnet werden. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt in Afghanistan und dem Kaukasus. Das Areal erstreckt sich bis in den Westen Sibiriens. Hier wächst die Pflanze unter feuchten Bedingungen, die an Ufersäumen und auf Feuchtwiesen herrschen. In Mitteleuropa kommt die Pflanze nicht natürlicherweise vor. Sie hat sich aus angepflanzten Beständen verwildert. Die Einführung der Fritillaria nach Europa erfolgte im Jahr 1575. Zu dieser Zeit wurden die Samen der besonderen Gartenschönheit von Konstantinopel nach Wien eingeführt.
Welche Sorten von der Kaiserkrone gibt es?
Die Kaiserkrone trägt den botanischen Namen Fritillaria imperialis. Besonders beliebt ist die Sorte 'Rubra Maxima', die intensiv rote Blütenkronen entwickelt. Sie entwickelt nicht nur wunderschöne Blüten, sondern auch einen auffälligen Duft. Die Sorte 'Aurora' besticht durch ihre orangefarbenen Blüten, während Lutea Maxima gelb blüht. Striped Beauty ist eine exotische Sorte, denn sie bildet gelbe Blüten mit feinen Streifen aus. Die kleine Verwandte ist die hübsche Schachbrettblume, die auch als Fritillaria meleagris bekannt ist. Sie gibt es als weiße oder als farbenfrohe Sorte mit dem typischen Schachbrettmuster. Fritillaria persica, oder auch Persische Kaiserkrone genannt, trägt romantische Blüten in auberginenfarbenen oder weißen Tönen.
Der geeignete Standort für die Kaiserkrone
Die meisten Kaiserkronen wie die Fritillaria 'Rubra Maxima' wachsen an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Sie mögen windgeschützte Bedingungen und einen gut durchlässigen Boden, der reich an Nährstoffen ist. Ideal ist ein Humusboden oder Gartenerde, die mit Kompost angereichert wurde. Die Kaiserkronen bevorzugen einen Standort mit frischen bis feuchten Bedingungen, wobei sie keine Staunässe vertragen. Als hohe Sorte schmückt 'Rubra Maxima' Beete oder Staudenanpflanzungen. Das Kiebitzei, welches zu den niedrigen Sorten gehört, fühlt sich in Steingärten oder Moorbeeten besonders wohl.
Kaiserkrone-Zwiebeln einpflanzen - Die besten Tipps
Die Zwiebeln der großen Sorten wie Fritillaria Early Passion mögen eine Pflanztiefe von 20 cm. Die Pflanzen fühlen sich besonders wohl in Ihrem Garten, wenn sie mindestens 40 cm Abstand zum nächsten Individuum haben. Dadurch haben die hübschen Kaiserkronen die Möglichkeit, sich prächtig zu entfalten. Ein zu geringer Pflanzabstand führt dazu, dass die Pflanzen nicht mehr blühen. Bei den kleineren Kaiserkrone-Zwiebeln, wie sie Fritillaria meleagris 'Alba' ausbildet, reicht eine Pflanztiefe zwischen 6 und 8 cm aus. Die Pflanzen haben einen geringeren Platzbedarf und erfreuen jeden Gartenbesitzer mit einer prachtvollen Blüte bei einem Pflanzabstand von 10 cm.
Was Sie zur Pflege von Fritillaria wissen müssen
Im Winter freuen sich die Pflanzen über eine Isolationsschicht, welche die Zwiebeln vor dem Frost schützt. Eine Lage aus Laub oder Stroh auf dem Boden bewirkt Wunder. Sobald die Vegetationsperiode im Frühjahr beginnt, entfernen Sie den Winterschutz. Dieser Zeitpunkt ist ideal, um die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Ein Mehrnährstoffdünger, der im Boden untergemischt wird, bietet den Pflanzen beste Wuchsbedingungen. Die Blütenstände der Sorten 'Aurora', 'Rubra Maxima' und 'Lutea' sollten erst nach dem vollständigen Verblühen entfernt werden.
Die Fritillaria hat es bereits vor mehreren Jahrhunderten in die Gärten Europas geschafft. Durch ihre Einführung dürfen sich heute viele Gartenbesitzer über die exotischen Schönheiten erfreuen. Am richtigen Standort überzeugen die Pflanzen mit einer üppigen Blütenpracht.








