Das indische Blumenrohr zählt zu den beliebtesten Schmuckpflanzen in unseren Gärten. Mit seinen rosa-, orange-, gelb-, rot- oder auch mehrfarbigen Rispenblüten, die eine Länge von bis zu 15 cm erreichen, zieht es von Juni bis Oktober alle Blicke auf sich. Dank der großen Sortenvielfalt findet sich für Beet und Kübel leicht die passende Pflanze.
Herkunft von Canna Indica
Die attraktive Canna indica stammt nicht, wie es der Name vermuten lässt, aus Indien, sondern aus dem tropischen Mittel- und Südamerika. Hier sind die bis zu 50 Arten ursprünglich in Sumpfgebieten verbreitet. In Europa ist die mehrjährige und aufrecht wachsende Pflanze seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Spanische und portugiesische Seefahrer führten sie von den westindischen Inseln ein, wodurch sich der (inkorrekte) Name erklären lässt. In ihrer Heimat als Nahrungspflanze genutzt, findet sie seit Ende des 18. Jahrhunderts in Europa und Asien in zahlreichen Hybriden als Zierpflanze Verwendung. Der Gattungsname 'Canna' bedeutet Rohr oder Schilf und verweist auf die kräftigen und hohlen Stängel der Staudenpflanze.
Standort für indisches Blumenrohr
Sämtliche Canna-Sorten gedeihen am besten an einem sonnigen Standort, der zudem wind- und nach Möglichkeit regengeschützt ist. Der Boden sollte feucht, sandig, leicht und nährstoffreich sein. Im Falle einer gewünschten Kübelpflanzung ist ein tiefes und stabiles Gefäß zu wählen, welches mit einer etwa 10 cm hohen Schicht aus Pflanzgranulat und schließlich Blumenerde befüllt wird. Ins Beet wird die Knolle nach den Eisheiligen gebracht. Bei dem Pflanzloch ist darauf zu achten, dass es etwa dreimal der Größe der Knolle entspricht.
Indisches Blumenrohr Knollen pflanzen
Die Canna ist nicht winterhart, sodass ihre Knollen vor dem ersten Frost auszugraben und an einem dunklen und luftdurchlässigen Ort bei etwa zehn Grad Celsius zu überwintern sind. Um eine möglichst zeitig einsetzende Blüte zu erreichen, lassen sich die über den Winter trocken und geschützt gelagerten Knollen von Blumenrohr ab Ende Februar oder Anfang März an einem hellen und warmen Platz im Haus vorziehen. Dies geschieht idealerweise in etwa 10 cm tiefem Substrat. Sind keine Spätfröste mehr zu erwarten, können sie in den Kübel oder direkt ins Beet gepflanzt werden. Verzichtet der Gartenfreund auf ein Vorziehen der Rhizome, blüht die Canna erst im Spätsommer.
Pflege von Canna
Das indische Blumenrohr mag es gern feucht. Mit beginnendem Austrieb im Frühjahr sollte es daher idealerweise täglich mit Wasser versorgt werden. Mit dem Wachstum der Pflanze wird sie zunehmend durstiger, sodass im Sommer mit einem größeren Gießaufwand zu rechnen ist. Aufgrund ihres großen Nährstoffbedarfes zeigt sie sich im Sommer für großzügige, wöchentliche Flüssigdüngergaben dankbar. Um von einer möglichst langen Blühdauer zu profitieren, sollten verblühte Blüten in regelmäßigen Abständen entfernt werden. Sieht man von den genannten Pflegemaßnahmen ab, erweist sich das indische Blumenrohr als sehr pflegeleicht.
Populäre Sorten von Blumenrohr
Der Pflanzenfreund kann aus einer Vielzahl an Sorten wählen. Für den Kübel oder Topf eignen sich am besten Zwergsorten, die eine Höhe von etwa 60 cm erreichen. Zu ihnen gehören die Sorte 'Flamenco' mit ihren tiefroten Blüten sowie die Sorte 'Lucifer' mit scharlachroter und gelbrandiger Blüte. Etwa einen Meter hoch wird die Sorte 'Pink Sunburst', deren Blattwerk pink-schwarzgrün gestreift ist. Mittelhoch wird auch die Sorte 'Yellow King Himbert', deren Blüte knallgelb leuchtet. Als Sichtschutz eignen sich die tieforange blühende 'Tropicanna' sowie die orange blühende 'Centurion' mit Wuchshöhen zwischen 150 und 180 cm sehr gut.
Das indische Blumenrohr bringt Exotik in den Garten. Vor allem im Sommer regelmäßige Wasser- und Düngergaben fordernd, dankt es die im Beet oder Kübel kultivierte Zierstaude mit einer üppigen, bis in den Herbst anhaltenden Blüte.








