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Aktuelles

Der Bauerngarten ist für viele Menschen der ideale Zufluchtsort, um den stressigen Arbeitsalltag für ein paar Stunden zu vergessen. Bunte Blumen drängen sich zwischen dem Kräutergarten und dem Gemüsebeet, Beerensträucher laden im Sommer zur Ernte ein und eine handvoll Obstgehölz spendet auch in der Mittagssonne angenehmen Schatten. Doch wie ist es möglich, dass der Bauerngarten auch tatsächlich drei Jahreszeiten lang blüht? Die Antwort ist eine gekonnte Auswahl an kräftig blühenden Sträuchern und Blumen. Fünf dieser Blumen für den Bauerngarten werden Sie in diesem Beitrag genauer kennenlernen.

Blumen für den Bauerngarten

blumen-fuer-den-bauerngarten-bunte-pflanzen-vom-fruhling-bis-in-den-herbstEine dichte und vielfältige Blumenlandschaft angelegt in einer ganz besonderen Struktur, das ist es, was den Bauerngarten ausmacht. Die Kräuterspirale befindet sich gleich neben zwei alten Blütenstauden. Gegenüber wachsen zwei Obstgehölze. Zwischen ihnen ein altes Wegkreuz. Der schlichte, aber dennoch eindrucksvolle Holzzaun geht fast unter zwischen den vielen Johannisbeer- und Himbeersträuchern, verfehlt seine Wirkung jedoch keineswegs.

Auf den ersten Blick scheint es fast so, als wären Nutz- und Zierpflanzen wild und ungeordnet durchmischt worden. Doch dahinter steht ein ganz ausgeklügeltes Konzept. Der Bauerngarten ist universell und lässt sich sowohl im Vorgarten traditioneller Bauernhäuser, als auch auf umzäunten Gartenflächen im Neubaugebiet finden. Die Durchmischung von alten Stauden, Nutzpflanzen und Bäumen sowie die Integration spezieller Merkmale wie Rosenbögen und Buchsbaumeinfassungen, ein symmetrisch angelegter Weg und Staketenzäune in verschiedenen Höhen sorgen für den unverwechselbaren Charakter des Bauerngartens. Trotz der vielen baulichen Komponenten, spielen hier aber vor allem die Pflanzen und Sträucher die Hauptrolle.

Pfingstrose-Päonie

Die Pfingstrose (Päonie) mit dem botanischen Namen Päonie ist eine der bekanntesten Staudensorten. Im Bauerngarten darf sie keinesfalls fehlen, schließlich ist sie bereits im Frühling, als eine der ersten, mit ihren prallen und Magentarot bis Rotviolett leuchtenden Blüten das absolute Highlight.

Die Ansprüche der Bauernpfingstrose sind relativ gering. Ihr Standort sollte, wenn möglich, in vollsonniger Lage sein. Geeigneter Boden ist toniger und durchlässiger, tiefgründiger und fruchtbarer Boden, der nicht all zu trocken ist. Außerdem sollte pro Pflanze ein halber Quadratmeter eingeplant werden.

Wenn nach der Blütezeit die ersten verwelkten Blüten zu sehen sind, sollten diese genau wie zu dünne Triebe entfernt werden. So hat die Pfingstrose ausreichend Kraft, um neue große und gefüllte Blüten zu bilden. Im Herbst kann das Laub durchaus stehengelassen werden. Bis die Pfingstrose allerdings zu ihrer vollen Größe herangewachsen ist, kann es ein bis zwei Jahre dauern.

Stockrose-Malve

Die Stockrose (Malve) sorgt im Bauerngarten für eine wahre Farbexplosion. Die Blüten der verschiedenen Malve-Arten reichen farblich von hellgelb und hellrosa über apricot, weiß, kupfer und gelb bis hin zu scharlachrot, violett und schwarzrot. Ebenso abhängig von der Art ist die Blütenfülle. Während gefüllte Sorten meist zweijährig sind, sind einfachblühende Stockrosen deutlich ausdauernder. Die Lebenszeit einzelner Pflanzen kann durch einen Rückschnitt gleich nach der Blüte allerdings auch verlängert werden.

An ihren Standort stellen die Stockrosen ganz spezielle Anforderungen. So sollte der Boden nährstoffreich aber nicht zu feucht sein. Ebenso wichtig ist, dass die Erde durchlässig ist. Ein sonniger Platz sorgt dafür, dass sich die Pflanze gut entwickelt.

Gepflanzt werden sollten die Stauden von Stockrose-Malve im Sommer oder im frühen Herbst. So haben sie ausreichend Zeit, um sich zu entwickeln und tragen dann bereits im nächsten Jahr die ersten Blüten. Das Laub um die Malven sollte allerdings zeitnah entfernt werden. Damit die einzelnen Blütenfarben besonders gut wirken können, empfehlen wir, die Stockrosen in vergleichsweise großen Gruppen anzupflanzen. Optisch machen sie sich auch direkt neben dem Haus oder in Kombination mit einem hölzernen Gartenzaun gut.

Lupine-Lupinus

Die Lupine (Lupinus) sorgt für eine besondere Struktur des Gartens. Sie kann immerhin zwischen 80 und 120 Zentimeter hoch wachsen und ragt so über all die anderen Blüten hinaus. Die Blütenkerzen können je nach Art etwa 50 Zentimeter der Gesamtlänge einnehmen. Sie sind sehr dicht und leuchten je nach Sorte in Weiß oder Rosa, Gelb, Rot oder Violett. Viele Lupinus-Arten verfügen auch über zweifarbige Blütenstände. Die Blütezeit ist zwischen Ende Mai und Anfang August. Sie blühen also Hand in Hand mit der Pfingstrose.

Um die volle Farbintensität zu erreichen, benötigt die Lupine einen offenen und sonnigen Standort. Was die Bodenbedingungen angeht, so ist die Pflanze sehr anspruchslos. Sie wächst insbesondere in nicht all zu nährstoffreichen und kalkarmen Böden. Sollte zu viel Kalk im Boden sein, entwickeln die Blätter eine gelbe Farbe. Da die Lupinen keine Staunässe vertragen, ist überdies auf einen durchlüfteten, leicht bis mittelschweren Boden zu achten.

Wer die hohen Pflanzen in seinem Bauerngarten nicht missen möchte, der sät die einjährigen Sorten am besten direkt im Mai aus. Lupine-Stauden hingegen sollten bereits im Frühjahr gepflanzt werden. Unter Umständen kann es außerdem sinnvoll sein, die Blütenstängel der höher wachsenden Sorten zu stützen. Wer das Farbenmeer nicht nur im Sommer, sondern auch im Spätsommer noch einmal bewundern möchte, der muss sofort nach der Blüte einen Rückschnitt durchführen.

Phlox und Sonnenhut

In Juli und August beginnt dann auch der Phlox in Weiß und Rosa zu blühen. Einige Arten tragen ihre Blüten dann auch bis in den September hinein. Ausgesät wird die Pflanze mit bis zu 150 Einzelblüten meist als Begleit- oder Leitstaude. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der sommerliche Duft, den die Vertreter der Phlox-Familie verströmen. Wichtig ist ein heller und luftiger Standort. Nur so können die Blätter und Blüten nach einem Regenguss schnell wieder abtrocknen. Einige Arten bevorzugen den Halbschatten, während andere in die volle Sonne gehören. Ebenso wichtig ist ein nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden - am besten mit wenig Unkraut.

Zu den leichten Farben von Phlox-Flammenblume gesellt sich dann auch das knallige Gelb des Sonnenhuts. Er besitzt ein braunes Blütenkörbchen, das mit gelben Strahlenblüten besetzt ist. Je nach Art hängen die Blütenblätter leicht herab oder stehen waagerecht ab. Ebenfalls abhängig von der Sorte ist die Zeit der Blüte. Sie ist meist zwischen Juli und Oktober. So sorgt der Sonnenhut für den krönenden Abschluss des Gartenjahres. Wichtig ist der Pflanze ein vollsonniger Platz auf nährstoffreichem, durchlässigem und feuchtigkeitsspeicherndem Boden. So ergänzen sich Phlox und Sonnenhut auch in diesem Punkt besonders.

Der Bauerngarten ist eine ganz besondere Erscheinung. In Frühling, Sommer und Herbst drängen sich die verschiedenen Blüten aneinander und gehen Hand in Hand ineinander über. Beim Blick aus dem Fenster und bei der Gartenarbeit lassen sich fast täglich neue Blüten entdecken, die in neuen interessanten Farben leuchten.

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