Wer Blumen in den eigenen Gartenbeete säen möchte, muss auf Einiges achten. Angefangen beim Saatgut selbst, geht es dabei um den richtigen Zeitpunkt und die Pflege. Einige Sämlinge lassen sich am besten mit einer Vorkultur ziehen, andere sät man direkt im Freien aus.
Zeitpunkt für Aussaat
Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat hängt davon ab, ob man diese in einer Vorkultur im oder direkt draußen im Freien aussäen möchte. Grundsätzlich beginnt man im Februar mit der Aussaat in einer Vorkultur. Im Garten sollte man in den Monaten März oder April säen, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Empfindliche Blumen werden Ende Mai ausgesät. Zusätzlich kann relevant sein, ob es sich um Lichtkeimer oder Dunkelkeimer handelt. Für Lichtkeimer bieten gerade die Anfangsmonate des Frühlings oft nicht ausreichend Licht.
Vorkultur im Haus
Bei der Vorkultur werden Samen angezüchtet und in Töpfen im Haus vorgezogen, ehe sie ihren Platz im Garten finden. Bis die Pflanze endgültig ins Beet kommt, wird sie immer wieder umgetopft. Einige Blumenarten wie die das Fleißige Lieschen oder Männertreu benötigen die Vorkultur. Auch bei anderen Arten bringt diese den Vorteil mit sich, dass mehr Samen keimen, die Pflanzen schneller wachsen und eher blühen. Frostkeimer wie die Pfingstrose oder das Alpenveilchen vertragen die Anzucht im Warmen hingegen nicht, da sie den Frost brauchen.
Direktsaat im Beet und im Garten
Einige Blumenarten keimen schnell werden direkt im Beet ausgesät. Das trifft auf Wicken, kalifornischen Mohn und Ringelblumen zu. Vor der Aussaat sollte sichergestellt werden, dass der Standort und das Klima ideal sind. Eine weitere Voraussetzung ist Windstille. Zunächst muss das Beet aufgelockert und anschließend mit einem Rechen geglättet werden. Sodann erfolgt in regelmäßigen Abständen die Aussaat. Die Samen werden angedrückt und direkt gegossen. Hierfür sollte man unbedingt einen Brauseaufsatz und nicht den harten Strahl des Wasserschlauchs verwenden, der die Samen möglicherweise wegspülen könnte.
Keimprozess und Anzuchterde
Sobald das Klima, der Sauerstoffgehalt des Bodens, das Licht und die Feuchtigkeit stimmen, keimt die Saat. Dabei werden Enzyme gebildet, welche Nährstoffe innerhalb des Samenkorns aktivieren. Es bricht auf und Wurzeln wachsen daraus heraus. Die Wurzeln werden von nun an Nährstoffe und Wasser aus der Erde ziehen. Sobald die ersten Blätter wachsen, beginnt die Pflanze mit der Fotosynthese. Um der Saat auf die Sprünge zu helfen, nimmt man Anzuchterde. Diese ist locker und frei von schädlichen Keimen und Sporen, aber nährstoffärmer, sodass die Wurzeln sich weiter ausbreiten müssen. So erhält die Pflanze ein kräftiges und gut verzweigtes Wurzelwerk.
Pflanzsubstrat und Pikieren
Befinden sich die Sämlinge in der Erde, benötigen sie Pflege. Dazu gehört die Verwendung von Pflanzensubstrat, das genau an die Bedürfnisse der Sämlinge angepasst ist. Es muss durchlässig und nährstoffreich sein, Wasser speichern können und darf nicht zu Staunässe führen. Keimen viele Samen, muss man einige eventuell Pikieren.
Pikieren meint das Vereinzeln von Sämlingen in einen größeren Topf. Das ist notwendig, wenn die Sämlinge zu dicht beieinander wachsen und sollte erst durchgeführt werden, wenn sie Blattpaare gebildet haben. Zum Pikieren wird die Pflanze behutsam aus der Erde gehoben und in den neuen Topf überführt.
Um Blumen direkt aus dem Saatgut zu ziehen, sollte man beachten, ob eine Vorkultur oder eine direkte Aussaat am besten geeignet ist. Entscheidet man sich für eine Vorkultur, so sollten die richtige Anzuchterde und das richtige Pflanzensubstrat verwendet werden.








